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Spiegel: Kinderinhalte werden Teil der Paid-Content-Strategie

By Januar 15, 2020 No Comments

Zum digitalen Relaunch des Spiegel Anfang Januar bekamen auch die jungen Leser mehr Gewicht: Seither sind Texte aus „Dein Spiegel“, dem Nachrichtenmagazin für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren, in einem eigenen Ressort auf der Spiegel-Startseite zu lesen. Dein Spiegel-Redaktionsleiterin Bettina Stiebel erklärt in einem Begleittext zum Relaunch, welche strategischen Erwartungen sich damit verbinden.

Sie verspricht den LeserInnen: „Damit Sie das neue Ressort entdecken und kennenlernen können, sind alle Artikel in den ersten Wochen freigeschaltet.“ Heißt im Umkehrschluss natürlich: Die Kinder-Nachrichtentexte werden absehbar Teil der Paid Content-Strategie.

Interessant auch die Zielsetzung des Produkts: „Die jungen Leserinnen und Leser werden ernstgenommen. „Dein SPIEGEL“ begegnet ihnen auf Augenhöhe, ist lehrreich, aber nicht belehrend.“  Gleichwohl sind die Inhalte nicht nur für Jüngere da: „Außerdem können sich Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer Anregungen holen, um komplexe Themen kindgerecht zu erklären.“ Die Älteren lesen also mit!

Und: Der „Dein Spiegel“-Bereich ist ein Stück weit abgeschirmt. „Damit Kinder auf der „Dein SPIEGEL“-Ressortseite entspannt stöbern können, haben wir sie an mehreren Stellen abgesichert. In den Artikeln wird weniger Werbung angezeigt und es gibt nur solche Anzeigen, die wir vorher kontrollieren konnten. Eilmeldungen werden hier nicht gezeigt, verlinkte Artikel führen nicht aus dem Bereich heraus.“

Die Integration von „Dein Spiegel“ auf der Startseite ist Teil der seit einigen Wochen erkennbaren Bemühungen des Spiegel, jüngere Zielgruppen anzusprechen. Im November startete der Spiegel das Medienbildungsprojekt „Spiegel Ed“, das sich an SchülerInnen und Lehrkräfte richtet, sowie den Bildungs-Newsletter „Kleine Pause“  mit der Zielgruppe Eltern und Lehrkräfte.